St. MichaelsisDie Kirche St. Michaelis zu Wiedersberg

würde es heute nicht mehr geben, wäre es nach den Vorstellungen der DDR-Funktionäre gegangen. Ihr wäre fast das gleiche Schicksal beschieden gewesen, wie der Universitätskirche in Leipzig.

Das Gotteshaus war 1990 in einem verheerenden Zustand. Die Notmaßnahmen zum "geordneten" Abriss waren schon bestellt - das einsturzgefährdete Dach sollte abgetragen werden, der Turm sollte jedoch erhalten bleiben. Kurz: Die Kirche sollte im Zusammenhang mit einer Übung des Zivilschutzes beseitigt werden. Zum Glück kam die Wende dazwischen und aus dem Vorhaben wurde nichts.

Zum Glück machten sich in dieser Zeit Leute auf den Weg um das ehemalige Grenzgebiet wieder zu entdecken - und sie entdeckten die schöne Kirche.

Da wurden Kontakte geknüpft, Notsicherungsmaßnahmen angekurbelt, die Menschen aus dem Ort befragt (alle im Ort wollten "ihre" Kirche erhalten!) und schließlich gründeten 12 engagierte Frauen und Männer den Förderverein für den Wiederaufbau der Kirche (Ansprechpartner: Herr Geipel), dessen Initiative ständige Benefizaktionen und eine inzwischen schon weit fortgeschrittene Wiederherstellung der Kirche zu danken sind.

Im Advent 1994 läuteten die Glocken nach langem Schweigen das erste mal wieder - und viele Menschen folgten diesem Ruf. Seitdem ist viel geschehen - die Kirche zeigt sich wieder in altem und neuem Schmuck. Vor allem aber ist wieder Leben in diesem Gotteshaus: In jedem Jahr finden Konzerte, Informationsveranstaltungen und auch wieder Gottesdienste in der Kirche statt.

Die Historia des Vereins, alle Wege und Schritte, alle Hilfen und auch alle Hindernisse auf diesem Weg bis heute aufzuzählen, würde Seiten füllen - sprechen Sie doch die Mitglieder einmal an, lassen sich erzählen und zeigen, was alles geschehen ist.

Der unermüdliche Einsatz für das schöne Gotteshaus ist sicher nicht mit einem kurzen "Danke" an dieser Stelle vergolten - aber das Danke braucht es immer mal wieder und das wollen wir gern von Herzen immer wieder sagen.

Beim Gespräch über den Verein sagte eine der Gründerinnen: Es geht uns nicht um unseren Ruhm, sondern darum, dass Gottes Wort in Wiedersberg wieder verkündigt wird. Es geht darum, dass die Menschen dieses Haus annehmen und wieder mit Leben füllen.

Erzengel MichaelNutzen sie die musikalischen Angebote, besuchen sie die Veranstaltungen, feiern sie mit uns Gottesdienst! Wer sich einbringen will und kann, ist dazu herzlich eingeladen. Die Ausgabe der Kirchlichen Nachrichten von April - Mai 2005 schmückt der Erzengel Michael - nach ihm ist die Kirche in Wiedersberg benannt.

Michael ist einer der "Erzengel" - also ein Bote (grch. angelos = Bote, Ausgesandter), ein Beauftragter Gottes mit besonders herausragender Funktion. Neben Gabriel und Raphael wird Michael in der Bibel genannt (Dan 10,13.21; 12,1; Judas 1,9). In der Offenbarung 12,7 wird das bekannte Motiv beschrieben - Michael besiegt den Drachen (=den Satan). Michael ist vielfach als Schutzpatron für die Kirche(n) des Mittelalters, für das "Heilige Römische Reich deutscher Nation" und für die christlichen Ritter in Anspruch genommen worden.

Der Namenstag dieses Helfers ist der 29. September. Der Michaelistag wurde als Abschluss des Sommers und als Erntefest begangen - Erntedank feiern wir am Sonntag nach Michaelis.

In der Kunst wird Michael oft mit dem Drachen dargestellt. Er wurde auch als Heerführer der himmlischen Heerscharen verstanden (darum wohl auch Patron der Ritter).


Verein zur Förderung der Kirche in Wiedersberg e.V.
Vorsitzender: Jürgen Barthel
Am Teichweg 3
08606 Wiedersberg
Tel. 03 74 34 / 8 14 47
Kto.: 3726 000 150
BLZ: 870 580 00
Sparkasse Vogtland

nach obennach oben

<--- zurück ---

--- weiter nach Eichigt --->

letzte Änderung am 02.12.2014 18:43